Reiseleiter/innen

In vertrauensvoller Abstimmung mit unseren Reiseleiter/innen entwickeln wir unsere Reiseprogramme für Sie. Gemeinsam mit Gärtnern und Besitzern führen die Reiseleiter durch die Anlagen.

Naturnah unterwegs am Rhein und in Westfalen

Termin: 18.06. – 22.06.2019

Naturnahe Gärten bieten den Insekten und vielen anderen Tieren Nahrung, Unterschlupf, Paarungsplätze, Nistgelegenheiten und Winterquartiere. Sie ändern im Jahresrhythmus und von Jahr zu Jahr ihr Aussehen, immer wieder blühen andere Pflanzen. Regionale Naturbaustoffe, Recyclingmaterialien, Verzicht auf Pestizide und Toleranz gegenüber dem Klimawandel sind neben den heimischen Wildpflanzen die wichtigsten Merkmale eines Naturgartens. Gezeigt werden auf dieser Exkursion sehr unterschiedliche Naturgärten.

Erzählt werden Geschichten und Ideen von Menschen, die sich um bedrohte Wildpflanzen und Tierarten kümmern. Die große und kleine Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen anlegen und die ihren Garten in ein Naturparadies verwandelt haben. Tauchen Sie mit uns ein in ein Blütenmeer aus Wildpflanzen und lassen Sie sich Anregungen für Ihren Garten geben, wie man ihn insektenfreundlicher und damit naturnah gestalten kann. In allen Gärten führen uns die Gartenbesitzer persönlich durch ihre kleinen oder großen Paradiese.

Eine Naturgartenexkursion von Kerstin Lüchow

Vom verlassenen, asphaltierten Dorfschulhof zum Naturgartenparadies – Dies ist die Geschichte von Heribert von Essen, der, bereits im beruflichen Ruhestand stehend, noch einmal ein neues Leben im Hunsrück begann. Mit großem Aufwand wurde der Asphalt eines Schulhofes entfernt. Anschließend wurden tonnenweise Schotter, Bruchsteine, Fels, Kies und Sand eingearbeitet und ein privates Naturgartenparadies mit vielen heimischen Wildpflanzen, einer Wiese und einem Naturteich entstand.

Nahe der Natur – Auf der Suche nach Heimat und Raum für ihre Ideen fand die Familie Altmoos im März 2009 ein verlassenes und teils verfallenes Anwesen rund um einen alten Steinbruch am Ursberg in Staudernheim. Faszinierend lag alles im Dornröschenschlaf, voller alter Geschichte(n). Das Anwesen umfasst 7,5 Hektar, es ist ein überwiegend bewaldetes Gelände direkt am bebauten Ortsrand im Übergang zur freien und vielfältigen Landschaft des schönen Nahelandes. 90% des Geländes bleiben ganz der Natur überlassen, d.h. hier wird nichts genutzt, gestaltet oder verändert – nur ein Wildnispfad führt hindurch. Am Eingang befinden sich ein angelegter Schmetterlingsgarten, ein Moosgarten und ein Mitmach-Museum.

Erster zertifizierter Naturgarten – Empfohlen von Bioland 2007 wurde von Elke und Ernst Knecht zusammen mit einem Garten- und Landschaftsbauern ein Plan für die Umgestaltung des Privatgartens entworfen. Landschaftstypische Elemente vom Rhein samt seiner Weinberge mit ihren charakteristischen Trockenmauern sollten in das Projekt einfließen. In nur sechswöchiger Bauzeit entstand ein lebendiger Naturgarten mit geschwungenen Wegen, Bachläufen, Teichen und anmutigen Natursteinmauern aus Grauwacke. Das Ehepaar Knecht kaufte weitere Flächen hinzu und legte in Eigenregie einen privaten Biotopverbund, bestehend aus Trockenstandorten, einem Permakultur-Areal, Feuchtbiotopen, einer Eidechsenburg, Streuobstwiesen und Wildtsträucherhecken an.

Der Sowohl-als-auch Garten. Oder: Noch wilder – bitte! – Mit der naturnahen Umgestaltung eines Grundstücks aus den Siebzigern zogen seit 2009 zunehmend mehr Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und Kleinsäuger im Garten von Gaby und Carsten Ingwersen ein. Wunsch und Wirklichkeit stimmten bei der Anlage neuer Beete und der Veränderung bestehender Bepflanzungen allerdings nicht immer überein. Wir hören eine Entstehungsgeschichte, wie man von Vorhandenem profitiert, aus Artenarmut satte Vielfalt wurde und warum Wasser Leben ist.

Naturgarten am Steinbruch – Katja und Klaus Wopfner sind nicht als Naturgärtner geboren worden, haben aber mit ihrem Garten die Natur für sich entdeckt. 1994 haben sie (gärtnerisch völlig ahnungslos) begonnen, das 2000 m² große und von Baggern durchpflügte Hanggrundstück zu gestalten. Die ersten Jahre verbrachten sie damit zu fräsen und Berge von Steinen (sie wohnen nicht umsonst „Zu den Brüchen“, gemeint sind die Steinbrüche nebenan) aufzulesen. 2007 hatten Wopfners Glück und erhielten durch Abrissarbeiten im Dorf teils über 100 Jahre alte Grauwackesteine, Pflastersteine und Klinker, die sie mühsam per Hand abgebaut, aufgeladen, abgeladen, durch den Garten transportiert und wieder aufgebaut haben.

Wenn Natur auf Garten trifft – Vor einigen Jahren erwarb Familie Bendix einen Resthof mit ca. 8 ha Land, davon 2 ha Weide, 3 ha Wald, einer Weihnachtsbaumplantage und ca. 25.000 m² Gartenland. Ein solch großes Stück Land musste strukturiert werden, größere Landbewegungen bildeten den Anfang. Viele naturnahe Gartenbereiche wurden angelegt: Steinhaufen aus Sand und Mergelbrocken, Steinpyramiden und Bruchsteinmauern für Eidechsen, Distel- und Brennesselbereiche, Hochstaudenbereiche, komplett verwilderte und niemals betretene Bereiche, Totholzhecken, Regenwassernutzung mit Teich und Blenke und v.a. Bienenstöcke, eine Korbweidenallee, ein Arboretum, ein Kompost- und Gemüsegarten, eine große Streuobstwiese, ein Beerenobstgarten und eine aus einem Rasen entstandene, traumhafte Wiesenschaumkrautwiese runden den Garten ab. Angeregt durch englische Gartenreisen entstanden auch ein Stumpery mit Farngarten, Eiben- und Hainbuchenhecken, mehrere hundert Quadratmeter Staudenbeete mit nicht einheimischen, aber zu 90 % Insekten-magnetisch blühenden Stauden für „alle“. Besondere Tierarten lebend dauerhaft in diesem Garten: brütende Schleiereulen, Bussarde, Störche und Falken sowie fünf verschiedene Fledermausarten. Aber auch Steinkauz, Mauswiesel, diverse Spechte, Nachtigallen, ein Kuckuck, viele, viele Singvögel sowie Eidechsen, diverse Froscharten, Molche und Insekten fühlen sich hier wohl.

Ein Abenteuer auf 25.000 m2 Fläche – Das Abenteuer begann vor ca. 45-50 Jahren, als Erich Maier sich entschloss, aus seinem Hobby „Züchten von winterharten Orchideen, Moor-, Wasser- und Sumpfpflanzen“ einen Beruf zu machen. Ohne eine klassische Ausbildung zu haben, wurde er Gärtner mit viel Leidenschaft. So kaufte er Teile einer alten Gärtnerei mit 25.000 m² Land. Viele Naturteiche, Hoch- und Niedermoore, viele naturnahe, artenreiche Blumenwiesen, Freiland-Orchideen, fleischfressende Pflanzen und heimische Wildblumen werden wir auf diesem Gelände antreffen.

Weitere Programmpunkte sind der kulinarische Naturkräutergarten von Maiga Werner, das Naturschutzgebiet „Fuchskaute“ mit ca. zweistündiger Wanderung, die Gartenarche in Wuppertal u.a. Ommertalhof mit Lunchmöglichkeit;

Reiseleitung: Frau Kerstin Lüchow, Leiterin Geschäftsstelle Vereins Naturgarten e.V

Programmänderungen vorbehalten

Reiseroute

Bus fährt am 17.06.2019 um ca.14:00 ab Ahaus zum Waldhotel Rheingau und kann unterwegs stoppen.
1.Tag 18.06.2019 ab 09:00 Waldhotel Rheingau, Geisenheim, 1. Gartenbesuch, 12:00 Abholung in Koblenz Bahnhof, 2. Gartenbesuch; 2.Tag – 6.Tag jeweils 2 – 3 Besuche mit Führungen der Gartenbesitzer; 18.06 und 19.06.2019 Übernachtung und Dinner im Hotel Rheingau; 20.06 u. 21.06.2019 Übernachtung und Dinner im Wyndham Garden Hotel Mettmann; 6.Tag gegen 16:00 Ankunft am Hbf Münster. (Teilnehmer 15 - 30)
Naturnah unterwegs am Rhein und in Westfalen
5 tägige Reise
ab € 850,00

Leistungen
Fahrt mit dem Luxusreisebus
2 Übernachtung HP im Waldhotel Rheingau
Fährüberfahrten Rhein
2 Übernachtungen HP im Hotel Wyndham, Mettmann
Reisepflichtversicherungen
Reisejournal mit Gartenbeschreibungen
Kompensation CO² an Atmosfair

Reisezeitraum
18.06. - 22.06.2019

Ganztägig

Verfügbarkeit
Es sind Plätze verfügbar

Anmeldeformular

Reiseoptionen

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Reiseziel

Karte nicht verfügbar

Naturnah unterwegs am Rhein und in Westfalen, Waldhotel Rheingau, Rheingau, Deutschland

Buchung & Anmeldung

Ticket-Typ Preis Plätze
Einzelzimmer € 970,00
Doppelzimmer € 850,00
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