Gartenmoment Januar 2015

Meine Großvieh Einheit

von Christoph Laade

Derzeit sehen die Flächen recht kahl aus. Bis in den Dezember hinein war ich recht rege. Nach 4 Jahren Einwuchszeit, galt es frohwüchsige Stauden wie Katzenminze, Fetthenne, Knöterich, Brandkraut, Indianernessel, Astern und Gräser erheblich zu reduzieren. In der Natur erledigen Rindviecher diese Aufgabe, im Garten gebührt mir die Ehre.

Stauden Bildhauer

Wie aus der Hand eines Bildhauers entstehen so wieder bessere Lebensbereiche für weniger konkurrenzstarke Pflanzen wie Bergminze, Fiedernelken, Zitronenthymian und römische Kamille. Auch die schon reichlich angenagten Wurzelverdickungen von Iris sowie kriechendes Sedum freuen sich wieder an mehr Wärme und Licht.

Sämlinge von Akelei, Fingerhut und weißer Königskerze werden ausgegraben und an einem passenden Platz gleich wieder gepflanzt. Manch andere willkommene Sämlinge wie rostroter Fenchel, verschiedene Wolfsmilcharten, japanische Petersilie, Ponygras oder Verbenen werden in Töpfen zwischengelagert. Mal sehen in welchem Garten die ein neues Zuhause finden. Eine großblättrige rote Heuchera (vielleicht eine Kreuzung aus H.villosa und H.micrantha ) wird gleich mal geteilt und kommt zur Beobachtung ins Gewächshaus. Für den trockenheitsliebenden Edelgamander findet sich auch gerade kein neuer Platz, also ab in den Topf. Auch Zitronenthymian und Musaktellersalbei wurden zur Sicherheit getopft um bei Bedarf ins frostfrei gehaltene Gewächshaus geholt zu werden.