Reise Picardie und Normandie

Liebe reiselustige Gartenfreunde,

eine Gartenreise in Corona Zeiten… nicht nur unter den Mitreisenden, auch bei der Reiseleitung gab es leise Zweifel. Jetzt sind wir zurück aus dem sonnigen Frankreich und froh und glücklich es gewagt zu haben.

Mit einem Pass sanitaire, einem Impfnachweis stehen einem die Gärten und Restaurant offen. Es hat selbst Vorteile! In Monets Garten in Giverny ist es längst nicht so voll wie zu normalen Zeiten. Man kann in Ruhe durch den Garten schlendern und schauen aus welcher Perspektive welches berühmte Bild gemalt wurde.

Eingestimmt wurden wir in Wépion in Belgien. Im Garten Sous Bois, dem Waldgarten von Philippe Taminiaux gibt es neben dem tollen Garten als Bonbon noch die fantastische Aussicht auf Namur und das Maastal dazu.

Eine Gartenreise in die Normandie bedeutet eine ganze Bandbreite von Gärten, die selbst eingeschworene Englandfans überzeugt! Vom kleinen Kräutergarten auf der Stadtmauer (in Remparts) über Privat- und Schlossgärten, es ist alles vertreten. Die berühmten Potagers allein (Gemüsegärten) sind schon sehenswert. Dazu kommen noch inspirierende Wald- und Landschafts-gärten und freundliche Gartenbesitzer, die froh sind, endlich wieder Besucher empfangen zu dürfen. In allen Formen, Farben und allerbester Gesundheit begegnen einem die Hortensien, zum neidisch werden!

Ein bisschen Gartengeschichte durften wir in den Jardins de Valloires erleben. Hier ist der traditionell formelle, französische Garten mit einem modernen botanischen Garten kombiniert worden. Die alte Zisterzienser Abtei gibt dem ganzen einen passenden Hintergrund.

Einen interessanten Kontrapunkt formt der Garten von Ėtretat. Er ist ein Kunstwerk aus Formschnitt, Grüntönen und moderner Kunst vor der Kulisse der Kreidefelsen der Alabasterküste.

Sehr inspirierend war der Besuch des Parc Vasterival. Hier wird erklärt nach welchen Basisregeln der Garten angelegt und gepflegt wird. Eigentlich simpel, es ist eine kontrollierte Gepflegtheit, die natürlich auszusehen hat. Der Garten ist harmonisch, ohne eintönig zu sein. Es herrscht eine ruhige Gelassenheit, das umschreibt es wohl am besten. Der kräftige Regenschauer zu Beginn unseres Besuches ist dann auch schnell vergessen.

Jeweils auf der Hin- und Rückreise wird einmal in Amiens übernachtet. Unser Hotel liegt in direkter Nachbarschaft zur Kathedrale und so ist nach dem Essen der Besuch der Chroma, einer Lichtshow an der Westfassade möglich. Und nach so langer Corona bedingter Kulturabstinenz ist dies noch ein Höhepunkt anderer ‚Art‘!