Sieh-das Gute liegt so nah…

Frankens Gärten stehen denen aus anderen Ländern keinesfalls nach, so die einhellige Meinung der Reisegruppe. So Sätze wie: so etwas Tolles habe ich noch nie gesehen, oder: Tolle Ideen, werde ich zuhause auch umsetzen,

waren ständige Sätze während der diversen Gartenbesuche.

Besonders die begeisterten und begeisternden Gartenbesitzer versetzten uns Besucher in positive Stimmung. Neben fachkundigen Führungen gab es auch häufig leckere Imbisse oder Gebäck und selbst gebraute Getränke-Limonaden.

Ich als Reiseleitung war ebenfalls sehr gespannt, da ich, geborene Mittelfränkin, sehr gespannt war, wie die als eher raubeinig bekannten Franken, manchmal etwas stur, rüberkommen würden. Aber so, wie die Gärtner erst den kalkhaltigen Boden „aufkratzen“ müssen, so waren die von uns erlebten Unterfranken offen, freundlich, empathisch und extrem gastfreundlich auch die Reisegruppe war äußerst entspannt und wohl wollend- wie kann man sonst erklären, dass Presslufthämmer vor dem Hotel als Wecker um 6.00 Uhr morgens nicht zu Beschwerden geführt haben…das freundliche Klima und die hervorragende Bewirtung mit Auswahlmenüs haben sicher mit zu einem Gelingen der Reise beigetragen.

Das Besondere an den Gärten liegt einmal an ihrer Lage: Meistens in mittelalterlichen Dörfern gelegen, in oder an Stadtmauern, oder umgestaltete Flächen ehemaliger Bauernhöfe oder sonstiger Freiflächen, die zu Gärten umfunktioniert wurden, z.T. mit Kunstobjekten dekoriert.  Dass alle Gärten sehenswert sind, erfuhren wir auch dadurch, dass fast alle Gärten inzwischen vom Bayerischen Rundfunk, der Frankenschau filmisch erfasst wurden.

Auch in Franken werden inzwischen die Gärten in einer Vereinigung erfasst und in dem Prospekt „Gärten von Haßberge“ veröffentlicht mit gemeinsamen offenen Gartenöffnungstagen. Dass Besondere an diesen Gärten sind, dass sie das Zertifikat „Naturgarten“ erworben haben, das beinhaltet eine naturnahe Gartengestaltung unter Verwendung natürlicher Materialien und der Versuch, den Kreislauf der Natur mit Kompostierung etc. beizubehalten.

Beeindruckend auch die riesige Gärtnerei von Till Hofmann, dem ehemaligen Chief-gardener vom Hermannshof in Weinheim, der mit seiner Frau Fine Molz die gesamte Gärtnerei vom Odenwald nach Unterfranken umgesiedelt hat und dort, mit neuen Bedingungen, z.B. dem kalkhaltigen Boden umzugehen, nun die Ideen des klimafreundlichen Gärtnerns umsetzen und präsentieren kann. Das tolle ist, dass er Schaubeete anlegt und daran anschließend die dort gepflanzten Stauden zum Kauf anbietet.

Es gab glaube ich niemanden, der nicht ohne ein Pflänzchen wieder in den Reisebus stieg.

Ich hoffe, dass die Teilnehmer die Pflanzen alle heil auf der Bahn-Rückreise nachhause gebracht haben!